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07.06.2006
Tschinggis Chans Erbe
Symposium "800 Jahre Mongolisches Weltreich" am 9. Juni 2006

Am 9. Juni 2006 findet in der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) das öffentlich zugängliche Symposium "800 Jahre Mongolisches Weltreich" statt. Die Themen reichen vom politischen Erbe des Mongolenreiches über die Heldenlegende Tschinggis Chan bis zu wenig bekannten Kapiteln österreichischer Mongoleiforschung.

Veranstaltet wird das Symposium vom ÖAW-Institut für Iranistik, ÖAW-Institut für die Geistesgeschichte Asiens, von der ÖAW-Kommission für Sozialanthropologie und der Österreichischen Orientgesellschaft Hammer-Purgstall.

Vor achthundert Jahren bestieg in der heutigen Mongolei der Steppenkrieger Temudschin als "Tschinggis Chan" den Thron. Damit hatte das Mongolische Weltreich, der größte Territorialstaat, der jemals auf unserer Erde existierte, seinen Anfang genommen.

Auch in Österreich wird die achthundertjährige Wiederkehr der Inthronisierung Tschinggis Chans mit zahlreichen Veranstaltungen in Erinnerung gebracht. Das Symposium "800 Jahre Mongolisches Weltreich" soll dem interessierten Publikum Gelegenheit bieten, wenig bekannte Aspekte der mongolischen Weltherrschaft sowie der österreichischen Mongoleiforschung kennen zu lernen.

Das politische Erbe des Mongolenreiches reicht insbesondere in der östlichen Islamischen Welt bis heute: "Nicht wenige moderne, politische Konzepte haben einen mongolischen Ursprung", sagt Bert Fragner, Direktor des Instituts für Iranistik der ÖAW.

Die "Legende" Tschinggis Chan wirkt ebenfalls bis in die Gegenwart. Im 20. Jahrhundert wurde Tschinggis Chan im Dienste japanischer, sowjetischer und chinesischer Interessen zum mythologischen Helden hochstilisiert. Selbstverständlich dient er auch als Leitbild mongolischer Identitätsfindung.

Weitgehend unbekannt ist, dass dem österreichischen Forscher Hans Leder (1843-1921) die größte Sammlung mongolisch-buddhistischer Ethnographica in Europa zu verdanken ist. Teile davon befinden sich im Museum für Völkerkunde Wien.

Im Anschluss an das Symposium (18:30 Uhr) wird der von Andreas Kappeler und Bert Fragner herausgegebene Sammelband "Zentralasien - 13.bis 20. Jahrhundert" präsentiert.


Weitere Informationen


Kontakt:
Institut für Iranistik
Österreichische Akademie der Wissenschaften
Prinz-Eugen-Straße 8-10
A-1040 Wien
T +43 1 51581-7800
iran.office@oeaw.ac.at
www.oeaw.ac.at/iran


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Last update: 2006/06/07
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