|
|
 |
 |
|
|
|
23.05.2005
Theorie für die Praxis
Im Jänner 2005 startete an der ÖAW das vom FWF unterstützte
Translational Forschungsprojekt "Handbuch Globalisierung Face
to Face. Ethnologische Erkenntnisse für die Praxis"
|
|
|
Das auf zwei Jahre konzipierte Übersetzungsprojekt "Handbuch Globalisierung
Face to Face. Ethnologische Erkenntnisse für die Praxis" will Erkenntnisse
der sozial- und kulturanthropologischen Globalisierungsforschung für
WissenschafterInnen benachbarter Disziplinen und HandlungsträgerInnen
außerhalb der Wissenschaft "übersetzen" und zugänglich machen. "In allen
Lebenslagen sind Menschen heutzutage ganz konkret und alltäglich mit
kulturellen Seiten der Globalisierung konfrontiert: Für sie wird dieses
Handbuch verfasst", sagt Projektleiter Andre Gingrich, Obmann der Kommission
für Sozialanthropologie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
(ÖAW).
Dieses vom FWF finanzierte ÖAW-Projekt wird von Andre Gingrich und seinen
Mitarbeitern Fernand Kreff und Eva-Maria Knoll durchgeführt. Es baut auf dem
mit dem Wittgenstein-Preis 2000 eingerichteten Forschungsprogramm "Lokale
Identitäten und überlokale Einflüsse" an der ÖAW auf und soll die Ergebnisse
der Grundlagenforschung des fünfjährigen Programms anwendungsorientiert
aufarbeiten sowie reflektieren.
Eine der Hauptaufgaben des Projektes ist es, schwer greifbares Wissen der
Grundlagenforschung für die Praxis fassbar zu erschließen. In Kurzartikeln
sollen aktuelle Ansätze in Anwendungsbeispielen auf ihre Brauchbarkeit
überprüft werden. Auch eine praktisch vernetzte Strukturierung soll die
Praxisnähe des Handbuchs unterstützen.
Das Handbuch soll ein bisher völlig fehlendes Medium der Auseinandersetzung
mit diesem internationalen Wissenschaftsfeld zur Verfügung stellen, das
Standardwerk für die Ausbildung sowie Zugang zu einer wichtigen inhaltlichen
Positionierung der Sozial- und Kulturanthropologie für Nachbardisziplinen
werden kann. "Das Ergebnis dieser Arbeiten soll ein gut leserliches,
lebensnahes und anregendes Nachschlagwerk sein, das von allen gern genutzt
wird, die mit kulturellen Aspekten der Globalisierung zu tun haben und mit
beiden Beinen im Leben stehen: Der Briefträger in einem einwanderungsstarken
Bezirk ebenso wie die Sozialarbeiterin am Flughafen, eine an Anthropologie
und Ethnologie interessierte Studentin der Geschichtswissenschaften ebenso
wie eine türkischsprachige Frauenärztin oder der Dienst habende Beamte auf
einer Polizeiwachstube in Innsbruck oder Favoriten", sagt Projektleiter
Andre Gingrich.
Ein Workshop mit TeilnehmerInnen aus dem Feld inter- beziehungsweise
transkultureller Praxis soll die Forschung leiten und ihren Praxisbezug
kontrollieren. Ein weiterer Workshop mit internationalen
SpitzenforscherInnen gewährleistet die Rückbindung an die
Grundlagenforschung.
Kontakt:
Prof. Dr. Andre Gingrich
Kommission für Sozialanthropologie der ÖAW
Schwindgasse 14/6
A-1040 Wien
T +43 1 51581-6677
andre.gingrich@oeaw.ac.at
Büro für Öffentlichkeitsarbeit der
Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Dr. Ignaz Seipel-Platz 2, 1010 Wien
T +43 1 51581-1218, 1219, 1235
F +43 1 51581-1227
public.relations@oeaw.ac.at
|
|
|
 |