"Skizzen der
Persönlichkeit" Kalbecks zeichnet ein Symposium vom 21.-24 Mai 2000
aus Anlaß der 150. Wiederkehr seines Geburtstages
Max Kalbeck (1850-1921) war im Wiener Musik- und Theaterleben zwischen 1880 und 1921, also über vierzig Jahre, als Kritiker und Feuilletonist führender Zeitungen von gleicher Bedeutung wie sein älterer Kollege und Freund Eduard Hanslick. Darüber hinaus trat er als Lyriker und Librettist (u. a. für Johann Strauß) an die Öffentlichkeit und ist als Libretto-Übersetzer bzw. -Bearbeiter zum Teil bis heute dem Opernpublikum bekannt. Mit vielen "Großen" seiner Zeit – dazu zählen Komponisten, Schriftsteller, Lyriker, Dramatiker, bildende Künstler u. a. – pflegte er auch persönlichen Umgang. Für die Musikwissenschaft ist er mit seiner mehrbändigen Brahms-Biographie (Nachdruck 1976) und als Herausgeber mehrerer Bände des Brahms-Briefwechsels von unveränderter Bedeutung.
Anläßlich der 150. Wiederkehr des Geburtstages von Max Kalbeck (1850-1921) findet vom 21. bis 24. Mai 2000 in Wien ein wissenschaftliches Symposion mit Referenten aus dem In- und Ausland statt, organisiert von der Florian Kalbeck Gesellschaft in Zusammenarbeit mit der Kommission für Kulturwissenschaften und Theatergeschichte der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW), dem Institut für Musikwissenschaft der Universität Wien, dem Anton Bruckner Institut Linz, der Österreichischen Johannes Brahms-Gesellschaft, dem Wiener Institut für Strauß-Forschung, der Internationalen Gustav Mahler Gesellschaft und der Tageszeitung "Die Presse", der einzigen noch existierenden Zeitung, für die Kalbeck geschrieben hat. - Idee und Organisation: Judith Pór-Kalbeck; wissenschaftliche Planung und Leitung: Uwe Harten.
Bei dem Wiener Symposion sollen diese verschiedenen Aspekte des Wirkens von Max Kalbeck erstmals näher beleuchtet und – u. a. auch in Round Tables – diskutiert werden. Es konnten für alle Themenkreise Fachleute als Referenten gewonnen werden, die sich – u. a. sogar von Australien aus – oft schon seit längerer Zeit mit Person und Schaffen Max Kalbecks beschäftigen. Eine Drucklegung der Referate und Diskussionen ist vorgesehen (Verlag Hans Schneider, Tutzing).
Als Rahmenprogramm
der Tagung findet in Zusammenarbeit mit dem Verein der Freunde der Akademie
der Wissenschaften am 23. Mai 2000, 19.30 Uhr, im Festsaal der Österreichischen
Akademie der Wissenschaften ein Konzert "Max Kalbeck zum Gedenken" statt
(mit Kammermusik von Johannes Brahms, Gustav Mahler und Richard Strauss
sowie mit mehreren Liedern nach Gedichten von Kalbeck).