Die Forschungstätigkeit des Instituts umfaßt die theoretische, experimentellen und angewandten physikalischen Weltraumforschung sowie die Satellitengeodäsie. Aufgrund der Interdisziplinarität ist eine Zuordnung zu bestimmten Fachgebieten bzw. Universitätsinstituten nur schwer möglich. Im Institut ist derzeit der größte Teil der in Österreich durchgeführten Forschung auf dem Gebiet der Weltraumwissenschaften konzentriert. Intensive Zusammenarbeit besteht mit Forschungsinstitutionen auf der ganzen Welt. Die Tätigkeit konzentriert sich auf die Erforschung von Planeten und Kometen, des interplanetaren Raums sowie der Erde und den sie umgebenden Weltraum.Das Institut gliedert sich in drei Abteilungen:
Abteilung für Experimentelle Weltraumforschung
Leiter: Univ.-Prof. DI DDr. Willibald Riedler
Experimentelle und theoretische Forschungsvorhaben (einschließlich Entwicklung und Bau von Flughardware und Software) im erdnahen Weltraum, in Planeten- und Kometennähe und im interplanetaren Raum, Probleme der Physik dünner Plasmen, Teilgebiete der Nachrichtentechnik.Abteilung für Physik des erdnahen WeltraumsTel: 0316-4120-500
Leiter: Univ.-Prof. Dr. Helmut Rucker
Theoretische und experimentelle Untersuchungen zur Aufklärung der im erdnahen Weltraum und in der Umgebung von anderen Körpern im Sonnensystem bestehenden physikalischen Verhältnisse, einschließlich der Radio-Emissionen von Planeten-Magnetosphären.Abteilung für SatellitengeodäsieTel: 0316-4120-600
Leiter: Univ.-Prof. DI Dr. Hans Sünkel
Beiträge zur Bestimmung von Satellitenbahnen, der Orientierung der Erde im interplanetaren Raum, von globalen und regionalen Massenbewegungen (Krustendynamik), der Topographie der Meeresoberfläche und der Massenverteilung im Erdinneren mittels hochpräziser Laser-, GPS-, Altimeter- und Gradiometerverfahren.Tel: 0316-4120-700
Das ÖAW Forschungszentrum beherbergt auch eine Gedenkstätte
für den steirischen „Raketenpionier“ Friedrich Schmiedl.
Das Forschungsprogramm des Instituts betrifft die Aufklärung der physikalischen Zusammenhänge (Strukturen, Kräfte und Mechanismen) innerhalb der lebenden Zelle, also in jenen Bereichen der Biosphäre, die zu klein sind, um sie mit dem Lichtmikroskop zu erfassen. Dies ist der Wirkungsbereich der molekularen Biophysik (Nanobionik), in dem die Funktionsweisen der lebenden Zelle auf der Ebene von Molekülen und Supramolekülen diskutiert werden und danach gestrebt wird, physikalische und physikalisch-chemische Eigenschaften lebender Systeme aufzuklären. Anwendungen liegen vor allem auf den Gebieten der Biotechnologie, der Medizintechnik und der molekularen Pharmakologie.
Das Institut betreibt eine der internationalen Forschung offenstehende Außenstelle für schnelle Röntgenstrukturanalytik an der Synchrotronlichtquelle ELETTRA bei Triest und ist mit seinen Aktivitäten in ein europäisches und globales Netzwerk von Kooperationen eingebunden.Tel: 0316-4120-300
Historische Kommission
Projekt „Der Wiener Hof und die Länder 16.-18. Jahrhundert“
Leitung: o. Univ.- Prof. Dr. Grete Walter-Klingenstein
Forschungsstelle für Geschichte des Mittelalters, Arbeitsgruppe Regesta Imperii
Grazer Arbeitsstelle für die „Neubearbeitung der Regesta Imperii XIV: ausgewählte Regesten des Kaiserreiches unter Maximilian I. 1493-1519“
Leitung: em. Univ.- Prof. Dr.Dr.h.c. Hermann Wiesflecker
Internationales Forschungsprojekt „F.E.R.C.AN., Fontes Epigraphici Religionis Celticae Antiquae“ (Epigraphische Quellen zur altkeltischen Religion)
Leitung: o. Univ.- Prof. Dr. Herwig Friesinger
Kommission für Antike Rechtsgeschichte
Projekt: „Prozessrechtliche Inschriften der griechischen Poleis: Athen und Argolis“
Leitung: o. Univ.- Prof. Dr. Gerhard Thür
Balkan-Kommission
Herausgabe des „Thesaurus der slowenischen Volkssprache in Kärnten“ im Rahmen des Projekts „Lexikalische Inventarisierung der slowenischen Volkssprache in Kärnten“
Leitung: o. Univ.- Prof. Dr. Erich Prunc
Tel: 0316-4120-200