Mit einer Beurteilung der österreichischen Präsidentschaft beschäftigen sich WissenschaftlerInnen, PolitikerInnen und BeamtInnen im Rahmen einer internationalen Konferenz am 19. und 20. März in der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW)
Von Juli bis Dezember 1998 hatte Österreich erstmals die Präsidentschaft des Rates der Europäischen Union inne. Neben der alltäglichen Routinearbeit gab es eine Reihe von Fragen, die in diesem Zeitraum wenn nicht entschieden, so doch einer Entscheidung nähergebracht werden sollten: Die nächste Erweiterung und ihre institutionellen wie finanziellen Voraussetzungen, Demokratisierung, Beschäftigungspolitik und Forschungsprogrammatik sind nur einige der großen Themen, die auf dem Tapet standen. Die Balkankrise und das neuerliche Aufflammen des Golfkonfliktes verschärften abermals die Frage nach der europäischen Sicherheitspolitik. Dazu kam die Bundestagswahl in Deutschland, die das Funktionieren der Bonn-Paris-Achse als wichtigen Motor der europäischen Integration beeinträchtigte.
Vor dem Hintergrund dieser Bedingungen stellen sich folgende Fragen: Was hat die österreichische Ratspräsidentschaft zu Problemlösungen beigetragen? Welche Hoffnungen wurden erfüllt, welche enttäuscht? Wie wird die österreichische Präsidentschaft in Österreich, in anderen Ländern der Union und außerhalb der Union beurteilt? Und was kann man sich realistischerweise von der Ratspräsidentschaft überhaupt erwarten?
Diese Fragen sollen im Rahmen einer Konferenz am 19. und 20. März an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften von internationalen WissenschaftlerInnen, VertreterInnen der Europäischen Kommission und österreichischen BeamtInnen behandelt werden. Am Abend des 19. März findet im Bundeskanzleramt eine Podiumsdiskussion mit Vertretern aller österreichischen Parteien im Europäischen Parlament statt.
Die Konferenz wird von IWE (Forschungsstelle für
institutionellen Wandel und europäische Integration, Österreichische
Akademie der Wissenschaften), OIIP (Österreichisches Institut für
internationale Politik) und TEPSA (Trans European Policy Studies Association)
organisiert.
Konferenz (in englischer Sprache):
Zeit: 19. März 1999, 9 Uhr – 17 Uhr
20. März 1999, 9 Uhr – 17 Uhr 30
Ort: Österreichische Akademie der Wissenschaften, Theatersaal
A-1010 Wien, Sonnenfelsgasse 19
Podiumsdiskussion mit österreichischen Europaparlamentariern (in deutscher Sprache):
Zeit: 19. März 1999, 18 Uhr 30 – 20 Uhr
Ort: Bundeskanzleramt, Neues Amtsgebäude, Minoritenplatz 9
Anmeldung unbedingt erforderlich:
Österreichisches Institut für internationale Politik (OIIP):
Tel.: 02236/71575-0
Nähere Informationen:
A-1010 Wien, Postgasse 7/1/2
Tel.: +431/51581-565