ÖSTERREICHISCHEN AKADEMIE DER WISSENSCHAFTEN
FEIERLICHE SITZUNG AM MITTWOCH, DEM 19. Mai 1999

BEGRÜSSUNG DURCH DEN PRÄSIDENTEN WERNER WELZIG


Seien Sie, sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kollegen, herzlich begrüßt.

1.) In ihrer Eigenschaft als Bundesministerin für Arbeit, Gesundheit und Soziales begrüße ich bei dieser Veranstaltung erstmals Frau Bundesministerin Lore HOSTASCH. Sowohl das Thema des sekundären Analphabetismus wie auch ein einzelnes Wort in einer Gesetzesnovelle haben uns in den vergangenen Monaten mehrfach zusammengeführt. Wir freuen uns über Ihr Kommen, sehr geehrte Frau Bundesminister.

2.) Erstmals heiße ich auch den Herrn Bundesminister für Umwelt, Jugend und Familie, BARTENSTEIN, willkommen. Die Anliegen der Wissenschaft und die Agenden des von Herrn Minister Bartenstein geleiteten Ressorts treffen sich in wichtigen und sensiblen Punkten. Wir freuen uns über diesen Ausdruck Ihres Interesses an den Arbeiten der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.

3.) Ich begrüße den Herrn Vizepräsidenten des Verfassungsgerichtshofes KORINEK.

4.) Als früheren für die Wissenschaft verantwortlichen Ressortchef begrüße ich Herrn Bundesminister außer Dienst TUPPY.

5.) Ich begrüße die anwesenden Vertreter der hohen Beamtenschaft, die die Verbindung zwischen unserem Haus und dem Minoritenplatz, dem Stubenring, dem Rathausplatz und weiteren wichtigen Orten dieser Stadt herstellen. Namentlich darf ich diesmal Herrn Sektionschef KRANZELMAYER vom Bundesministerium für wirtschaftliche Angelegenheiten herausheben, der uns bei der Vorbereitung des Ministerratsvortrages, der die Grundlage der Arbeit für die Galerie der Forschung ist, nachdrücklich und wirksam unterstützt hat.

6.) Ich begrüße - und bitte das Zeichen des Beifalls für alle noch zu Nennenden am Ende dieser Begrüßung gemeinsam zu spenden - in kollegialer Verbundenheit die Vertreter der Universitäten und deren Gremien sowie die Vertreter außeruniversitärer Forschungseinrichtungen, namentlich den Präsidenten des Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung, SCHMIDT.

7.) Ich begrüße ferner den Herrn Generaldirektor des Kunsthistorischen Museums, SEIPEL, den Herrn Generaldirektor des Österreichischen Staatsarchivs, MIKOLETZKY, sowie den Herrn Generaltruppeninspektor MAJCEN.

8.) Ich begrüße die Vertreter der Religionsgemeinschaften, die Repräsentanten von öffentlichen Körperschaften, von Interessensvertretungen, der Wirtschaft und der Medien.

9.) Ich begrüße mit großer Freude über ihr Kommen die Präsidenten und Repräsentanten der Akademien der Wissenschaften Deutschlands, der Schweiz, Polens, Kroatiens, Sloweniens, der Tschechischen Republik und der Slowakei.

10.) Ich begrüße den neuen Präsidenten der Max Kade - Stiftung in New York, HACHMANN. Die Max Kade-Stiftung ermöglicht es der Akademie seit vielen Jahren, hervorragende österreichische Mediziner und Naturwissenschaftler zu längeren Forschungsaufenthalten in die Vereinigten Staaten zu entsenden. Wir freuen uns, Herr Präsident Hachmann, daß Sie eigens zu dieser Sitzung nach Wien gekommen sind.

11.) Ich begrüße alle Gäste, die uns heute die Freude ihres Besuches machen, insbesondere - und mit Dankbarkeit - die Mitglieder des "Vereins der Freunde der Österreichischen Akademie der Wissenschaften" und deren Präsidenten Herrn Vizebürgermeister i. R. Hans MAYR.

12.) Ich heiße alle Kollegen willkommen, die aus Deutschland, Großbritannien, den Niederlanden, Schweden und den USA als Referenten zu jenem Symposium gekommen sind, das in den vergangenen Tagen im thematischen Zusammenhang mit dem heutigen Festvortrag veranstaltet wurde.

13.) Ich begrüße zuletzt und vor allem Sie, meine Damen und Herren, die Sie als Mitglieder der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Inland und im Ausland, als neugewählte Mitglieder, als Direktoren unserer Institute, als Leiter unserer Forschungsstellen und als Mitarbeiter in den wissenschaftlichen Einrichtungen und in der Verwaltung diese Institution repräsentieren und tragen.

Seien Sie alle herzlich willkommen.
 
 

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Eine Begrüßung, sehr geehrte Damen und Herren, ist ein Akt der Höflichkeit und zugleich auch ein Ritual, etwas, das bestimmten Regeln zu folgen hat, etwas, das in seinem Ablauf relativ unveränderlich ist. Verzeihen Sie, wenn ich dem vertrauten Ablauf eines solchen Willkommensgrußes und dem in seinen einzelnen Schritten ebenfalls vertrauten Ablauf der Sitzung selbst das zutiefst Befremdliche der Situation gegenüberstelle, in der wir uns heute befinden. Auf dem Erdteil, dem unser Land den Worten der österreichischen Bundeshymne zufolge "inmitten" liegt, herrscht Krieg. Österreich und die Österreichische Akademie der Wissenschaften sind in ihrer Existenz nicht betroffen davon. Dennoch sind wir betroffen. In unmittelbarer geographischer und historischer Nähe zu diesem Kriegsschauplatz werden wir uns unserer Rat- und Hilflosigkeit bewußt. Die Überlegtheit und Sicherheit, die Sie vielen der kommenden Worte entnehmen werden, betrifft, wie wir sehen, nur einen schmalen Teil unseres Lebens.
 
 


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Letzte Änderung: 21.07.1999 15:09