Revolutionsjahr 1848

Ereignis und Erinnerung: Ausstellung, Symposien und Vorträge vom 2. bis 5. März 1998
 

Vor 150 Jahren, 1848, führten politische, nationale, wirtschaftliche und soziale Spannungen in vielen Ländern Europas zu Revolutionen. In der Habsburgermonarchie kam es in den Märztagen des Jahres 1848 in Wien zum Aufstand, der sich gegen das starre, autoritäre System Metternichs mit der Unterdrückung jeglicher liberaler Strömungen, dem harten Polizeiregime mit Spitzelwesen und Zensur richtete. Es folgten Revolten in Ungarn, Böhmen, Oberitalien, bei den Südslawen und Polen.

Den Ereignissen von 1848 und der Erinnerung daran in den politischen Kulturen Mitteleuropas ist ein umfangreiches Programm in der ersten Märzwoche gewidmet, das vom Österreichischen Staatsarchiv, der Historischen Kommission der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW), den Wiener Vorlesungen und der Österreichischen Parlamentarischen Gesellschaft veranstaltet wird.

Den Anfang macht das Österreichische Staatsarchiv mit der Eröffnung der Ausstellung "Revolution 1848" am 2. März 1998. Diese Ausstellung ist bis 31. August 1998 geöffnet. Am Abend des 2. März spricht der englische Historiker Robert J.W. Evans (Oxford) im Rahmen der Wiener Vorlesungen (Altes Rathaus) zum Thema "1848 in Mitteleuropa: Ereignis und Erinnerung".

Den Auftakt des zweitägigen Symposiums der Historischen Kommission der ÖAW (3. und 4. März 1998) bildet ein Vortrag des Präsidenten des Verfassungsgerichtshofes, Ludwig Adamovich, zum Thema "1848 – ein Eckpfeiler in der Entwicklung von Verfassung und Politik". Im Anschluß daran befassen sich Historiker aus Wien, Prag, Laibach, Budapest, Preßburg, Agram, Iasi, Krakau, Belgrad sowie Paris, Bologna und München mit dem Ereignis von 1848 und den Folgen sowie der Historiographie in den Staaten Mittel- und Ostmitteleuropas. Eine Podiumsdiskussion am Abend des 4. März im Rahmen der Wiener Vorlesungen (Theatersaal der ÖAW) zum Thema "1848-1998: Gedenkpflicht oder aktuelle Diskussion?" beschließt diesen Programmteil.

"Österreichs Parlamentarismus: 1848 – 1918 – 1998" ist schließlich ein Symposium der Österreichischen Parlamentarischen Gesellschaft (Parlament) am 5. März 1998 gewidmet.

Rückfragen: Österreichisches Staatsarchiv: Tel.: (+43 1) 795 40 / 101
Historische Kommission der ÖAW: Tel.: (+43 1) 512 91 84 / 91
Österreichische Parlamentarische Gesellschaft: Tel.: (+43 1) 401 10 / 2428


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Letzte Änderung: 27.02.1998 10:23