Österreichische Akademie der Wissenschaften
errichtet
Am 23. Oktober 1997, um 16.30 Uhr, fand der Spatenstich für das Forschungszentrum der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) in Graz statt. Das Gebäude wird auf einem von der Stadt Graz zur Verfügung gestellten Grundstück im Bereich des Technologieparks St. Peter-Messendorf (Baugrund Schmiedlstraße) errichtet. Die Österreichische Akademie der Wissenschaften wird damit auch in der steiermärkischen Landeshauptstadt (wie etwa in Salzburg und Innsbruck) mit einem eigenen Forschungsgebäude vertreten sein. Die problematische Raumsituation ihrer Grazer Institute (Weltraumforschung und Biophysik) soll dadurch gelöst und die Ansiedlung geisteswissenschaftlicher Einrichtungen ermöglicht werden.
Architektenwettbewerb
An dem Ende 1996 EU-weit ausgeschriebenen Architektenwettbewerb beteiligten sich 65 Architekturbüros; ca. die Hälfte der Einreichungen kam aus Österreich, die andere Hälfte aus dem EU-Raum. Von den fünf in die engere Wahl gekommenen Bewerbern ist bei der Entscheidung im Mai 1997 das Büro CEPEZED (Delft) als Sieger hervorgegangen. Das umfassende Know-how bei der Errichtung von Gebäuden für Forschungseinrichtungen (High tech-Centers) hat den Ausschlag für die Entscheidung für das Büro CEPEZED gegeben.
Die Grazer Partner bei der Errichtung des Forschungszentrums sind das Architekturbüro Peyker (Koordination), das Büro Wendl (Statik) und das Büro Pickl (Haustechnik).
Konzept
Das aus drei Stockwerken plus Souterrain bestehende Gebäude wird sich durch seine differenzierte Baukörpergestaltung in die Umgebung einfügen. Zentrales Element ist ein Atrium als Kommunikations- und Verbindungselement. Die variable Konstruktion ermöglicht Flexibilität in der Nutzung (z.B.: Räume können sowohl als Labors als auch als Büros genutzt werden).
Nutzung
Im Forschungszentrum der ÖAW in Graz werden das Institut für Weltraumforschung, das mit seinen drei Abteilungen derzeit auf sechs Standorte verteilt ist, das Institut für Biophysik und Röntgenstrukturforschung und geisteswissenschaftliche Einrichtungen (voraussichtlich: Iranistik, antike Rechtsgeschichte, Geschichte, Balkanforschung) untergebracht.
Zahlen und Fakten:
Bau:
Raumnutzung:
Kosten: