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Fünf Fragen, fünf Antworten. Magnus Nordborg, Josef Penninger und Giulio Superti-Furga über die Suche nach Gesetzmäßigkeiten der Vielfalt.

Vor etwa 150 Jahren - zu Zeiten von Charles Darwin, Gregor Mendel und Ignaz Semmelweis orientierte man sich in Biologie und Medizin noch weitgehend am äußeren Erscheinungsbild von Organismen. Mithilfe von genauen Beobachtungen, und einfachen statistische Methoden kamen alle drei zu grundlegend neuen Erkenntnissen: Die drei Gelehrten waren den Ursachen über die Entstehung der Arten, den Gesetzmäßigkeiten der Vererbung beziehungsweise den Ursachen von Infektionskrankheiten auf der Spur. Im Lauf des 20. Jahrhunderts verlagerte sich der Fokus der biowissenschaftlichen Forschung hin zum Detail. Diese Details können im Extremfall bis zu einem milliardsten Mal kleiner sein als der gesamte Organismus. Herausragende Erkenntnisse betreffen die Gene und die Vererbung, sowie die Proteine und den Zellstoffwechsel.

Heute ist es das große Anliegen in den Biowissenschaften das Wissen über Größenordnungen hinweg zu verknüpfen und die Lebensbedingungen mit einzubeziehen. Ein wesentlicher Aspekt dabei sind die Kommunikations- und Regulierungsmechanismen, die auf allen Ebenen wirksam sind: im Zusammenspiel von Zellkern und Zelle, zwischen Organen oder, wie bei vielen Krankheiten, beim Kontakt mit Viren und Bakterien.

An der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) gibt es drei große Institute, organisiert als Tochtergesellschaften der ÖAW, die mit dreierlei Grundintentionen Phänomene des Lebens erforschen: Das IMBA - Institut für Molekulare Biotechnologie untersucht lebensnotwendige Genfunktionen vorwiegend an Modellorganismen wie Maus und Taufliege. Am GMI - Gregor-Mendel-Institut für Molekulare Pflanzenbiologie steht der Stoffwechsel der Pflanzen und ihre Anpassungsfähigkeit und Variabilität im Zentrum. Das CeMM - Forschungszentrum für Molekulare Medizin arbeitet in einem humanmedizinischen Kontext: Hier sucht man nach neuen Medikamenten auf Basis detaillierter Kenntnisse der gesamten Proteinausstattung.

Fünf Fragen, fünf Antworten

Die drei Direktoren Magnus Nordborg vom GMI, Josef Penninger vom IMBA und Giulio Superti-Furga vom CeMM beantworten im Gespräch mit Waltraud Niel fünf Fragen zu neuen Erkenntnissen und Forschungszielen für die nächsten Jahre.

Die Fragen:
  1. Was sind die wichtigsten Erkenntnisse der letzten Jahre, die am CeMM / GMI / IMBA gewonnen wurden?
  2. Was sind die wichtigsten neuen Methoden, die den wissenschaftlichen Fortschritt in Ihrem Gebiet ermöglicht haben?
  3. Was sind in Ihrem Forschungsbereich die größten Hürden, um von Erkenntnissen über Modell-Organismen zu allgemein gültigen Aussagen zu kommen - auch zu Aussagen, die als Basis für die anwendungsorientierte Forschung dienen?
  4. Was wünschen Sie sich für das CeMM / GMI / IMBA für die nächsten zwei bis drei Jahre?
  5. Reagiert ihrer Meinung nach die Gesellschaft richtig auf den rasanten Wissenszuwachs? Wenn nicht, was wäre wichtig zu tun?

Die Antworten:
Magnus Nordborg
Josef Penninger
Giulio Superti-Furga


Februar 2009
Homezurück top weiterFünf Fragen an Magnus Nordborg

 
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Last update: 2010/11/08
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