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Nationale und internationale Programme - Allgemeine Informationen
 
Die nachstehend angeführten Forschungsprogramme werden vom Bundesministerium für für Wissenschaft und Forschung finanziert und durch an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften angesiedelte Nationalkomitees verwaltet. Die Nationalkomitees, die aus renommierten Wissenschaftern sowie Vertretern von Ministerien und Länderorganisationen zusammengesetzt sind, haben u.a. folgenden Aufgaben:
  • Koordination der Forschungsaktivitäten auf ihrem jeweiligen Forschungssektor
  • Formulierung von programmbezogenen Forschungsstrategien
  • Qualitätssicherung der Forschungsvorhaben
  • Erarbeitung von neuen Forschungsschwerpunkten
  • Stimulierung neuer Projekte und Forschungskooperationen
Die im Rahmen von Ausschreibungen eingelangten Projektanträge werden erst nach externer Begutachtung vom Nationalkomitee bewilligt. Die wissenschaftliche Qualität der Forschungsergebnisse und Projektberichte wird vom Nationalkomitee ebenfalls geprüft. Alle Forschungsprogramme sind entweder Teil internationaler Programme (UNESCO, UNO, ICSU, EU) oder durch Verträge und wissenschaftliche Kooperationen international vernetzt.


Projektberichte online


Antragsformular [DOC]

Anmerkung: Um den Umfang der Anträge für die Gutachter überschaubarer zu machen, wurde das Antragsformular neu gestaltet. So etwa wurde die Länge des Textes in den Formularfeldern limitiert. Dies führt leider auch dazu, dass im Antragsformular Textformatierungsmöglichkeiten wie kursiv, fett oder hoch/tiefgestellt nicht möglich sind. Sollte dies jedoch für Ihren Antrag unbedingt nötig sein, können Sie das in der beizulegenden Projektbeschreibung nachholen. Sollten Sie Probleme mit dem Antragsformular haben, wenden Sie sich bitte an guenter.koeck@oeaw.ac.at.


Koordination:
Dr. Günter Köck
1010 Wien, Dr. Ignaz Seipel-Platz 2
T +43 1 51581 1271
F +43 1 51581 1275
guenter.koeck@oeaw.ac.at
 
   
Alpenforschung
 
Dieses Programm ist Teil der im Jahr 1999 gegründeten Forschungskooperation "Internationales Wissenschaftliches Komitee Alpenforschung (ISCAR)", zu der neben der ÖAW die Schweizer Akademien der Naturwissenschaften (SANW) und der Sozial- und Geisteswissenschaften (SAGW), die Bayrische Akademie der Wissenschaften, die Slowenische Akademie der Wissenschaften sowie einschlägige Institutionen in Italien (Istituto Nazionale Della Montagna - IMONT) und Frankreich (Pôle Grenoble Université Recherche) beitragen. Die Forschungskooperation verfolgt das Ziel der Förderung der alpenweiten und fachübergreifenden Zusammenarbeit im Bereich der Alpenforschung sowie des Transfers von Forschungsergebnissen in Praxis und Öffentlichkeit. Forschungsschwerpunkte sind u.a. Klimawandel, Wasser, Verkehr, Naturkatastrophen, Biodiversität, Sozioökonomie und die Geowissenschaften.

Grundsatzpapier Alpenforschung
 
   
Geophysik der Erdkruste
 
Das im Jahr 1979 gegründete Forschungsprogramm "Geophysik der Erdkruste" fördert Projekte der angewandten, oberflächennahen Geophysik, z. B. die Interpretation von Potentialfeldern, das Modellieren von elektromagnetischen Daten, verfeinerte Aufnahmetechniken für refraktionsseismische Messungen sowie Untersuchungen von Massenbewegungen (z.B. Hangrutschungen, Felsstürze).

Projekte
 
   
Global Change Programme
 
In diesem 1990 gegründeten Programm sind drei internationale Forschungsnetzwerke zusammengefasst:
  • International Geosphere-Biosphere Programme (IGBP)
  • World Climate Research Programme (WCRP)
  • International Human Dimension Programme (IHDP)
Im Rahmen des Global Change Programmes werden Projekte zur Erforschung des globalen Umweltwandels (u.a. Klima, Biodiversität) gefördert.

 
   
Hydrologie Österreichs
 
UNESCO-Programm
Das Programm "Hydrologie Österreichs" ist der Beitrag Österreichs zum "International Hydrological Programme (IHP)" der UNESCO. Schwerpunkte der aktuellen Forschungsaufgaben bilden derzeit u. a. die Bereiche Bodefeuchte, Modellierung und Vorhersage von Niederschlägen sowie Abflussentstehung in alpinen Einzugsgebieten.

 
   
International Strategy for Disaster Reduction (ISDR)
 
UN-Programm
Dieses im Jahr 1990 gegründete Programm fördert Projekte zur Erforschung der Gründe und Risken von Naturgefahren, zur Entwicklung von Methoden der Früherkennung natürlicher Katastrophen sowie zur Erarbeitung vorbeugender Maßnahmen zur Reduktion ihrer Folgen.

 
   
International Geoscience Programme (IGCP)
 
UNESCO-Programm
Im Rahmen dieses 1973 gegründeten Programms werden geowissenschaftliche Kooperationsprojekte zu von der UNESCO genau definierten Forschungsschwerpunkten gefördert. Forschungsschwerpunkte sind unter anderem Quartärgeologie, Umwelt- und Ingenieurgeologie, Sedimentologie, Mineralische Lagerstätten, Geochemie, Geophysik und Strukturgeologie.

 
   
Kommission für die Koordination der Kernfusionsforschung in Österreich
 
Die Kommission zur Koordination der Kernfusionsforschung in Österreich wurde am 25. April 1980 von dem damaligen Bundesminister für Wissenschaft und Forschung, Dr. H. Firnberg, gegründet und an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften eingerichtet. Die vorrangigen Ziele waren die Beratung der Regierung in allen einschlägigen Belangen, die Koordination der österreichischen Forschungsaktivitäten auf diesem Sektor, Informationstätigkeit im weitesten Sinne sowie speziell der österreichischen Industrie. Entsprechend wurden Impulse zur Forschungsförderung und Erhebungen der österreichischen Aktivitäten an Universitäten und Industrieunternehmungen durchgeführt sowie mehrfach Statussymposien abgehalten. Nach dem Beitritt Österreichs zur Europäischen Union schuf die KKKÖ die Grundlagen für den Assoziationsvertrag mit dem EURATOM Programm, der am 15. November 1996 zwischen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und EURATOM abgeschlossen wurde. Neben ihren ursprünglichen Funktionen im Bereich der Informationstätigkeit fördert die Kommission derzeit vorrangig Projekte aus dem Technologiebereich mit der Zielrichtung "Bau der Fusionsversuchsanlage ITER" und nimmt gleichzeitig Koordinierungsfunktionen für das EURATOM Büro der ÖAW sowie die Beteilung an dem europäischen Fusionsexperiment JET (Culham, UK) wahr. Die Assoziation EURATOM-ÖAW beteiligt sich seit Beginn ihres Bestehens an Forschungs- und Entwicklungsprojekten des Europäischen Kernfusionsprogramms auf den Gebieten "Plasmaphysik", "Fusionstechnologie" und "sozioökonomische Aspekte" und sorgt somit für einen signifikanten Rückfluss von Mitteln an die in der Assoziation zusammengefassten österreichischen Institutionen.

 
   
Man and Biosphere Programme (MaB)
 
UNESCO-Programm
Das im Jahr 1971 gegründete UNESCO Programm "Der Mensch und die Biosphäre (MAB)" entwickelt wissenschaftliche und anwendungsorientierte Grundlagen im Bereich der Natur- und Sozialwissenschaften, die der langfristigen Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen und der Artenvielfalt dienen. Ziel ist die Schaffung eines Gleichgewichts zwischen dem Schutz der biologischen Vielfalt, der Förderung der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung und der Bewahrung der jeweiligen kulturellen Werte, kurz: eine nachhaltige Entwicklung der Beziehung Mensch-Umwelt. MAB fördert interdisziplinäre und international vernetzte Forschung, Modellbildung und Training im nachhaltigen Umgang mit natürlichen Ressourcen. Das Konzept des weltweiten Biosphärenpark-Netzwerkes stellt die Schlüsselkomponente des MAB-Programms zur Umsetzung einer nachhaltigen Gestaltung der Beziehung Mensch-Umwelt dar. Biosphärenparks sind international anerkannte Land- oder Küstenökosysteme, die u.a. als eine Art "Freilandlabor" dienen, in denen Modelle für eine integrierte nachhaltige Entwicklung der Region bei gleichzeitigem Schutz der Umwelt entworfen, erprobt und umgesetzt werden. Das österreichische MAB-Nationalkomitee fokussiert seine Forschungsvorhaben auf die Forschung in und für die heimischen Biosphärenparks.

 
   
 
Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW)
1010 Wien
Dr. Ignaz Seipel-Platz 2
Tel.: (+43 1) 51581-0
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Last update: 2011/07/05
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