Abgeschlossene Projekte:
Hazard Estimation of Deep Seated Mass Movements: Project Part Microseismic Monitoring (ISDR-20)
Projektleitung:
Prof. Dr. Ewald BRÜCKL, Institut für Geodäsie und Geophysik der Technischen Universität Wien
Dauer:
4 Jahre (ab 2004)
Kontakt:
Prof. Dr. Ewald Brückl
Institut für Geodäsie und Geophysik
Technische Universität Wien
Gusshausstraße 27-29, 1040 Wien
T +43 1 58801-12820
F +43 1 58801-12892
ebrueckl@luna.tuwien.ac.at
Hazard Estimation of Deep Seated Mass Movements: Project Part Monitoring of Deformations (ISDR-21)
Projektleitung:
Prof. Dr. Fritz K. BRUNNER, Institut für Ingenieurgeodäsie und Messsysteme der Technischen Universität Graz
Dauer:
4 Jahre (ab 2004)
Kontakt:
Prof. Dr. Fritz K. Brunner
Institut für Ingenieurgeodäsie und Messsysteme
Technische Universität Graz
Steyrergasse 30, 8010 Graz
T +43 316 8736321
F +43 316 8736820
fritz.brunner@tugraz.at
Kurzfassungen (ISDR-20 und-21)
Gefahrenbewertung von tiefreichenden Massenbewegungen
Die Projekte ISDR-20 und ISDR-21 befassen sich mit der Gefahrenbewertung von tiefreichenden Massenbewegungen und stellen eine Zusammenarbeit zwischen Forschern der TU Wien und der TU Graz dar. Das Forschungsziel von ISDR-20 und ISDR-21 ist die Integration seismischer (TU Wien) und geodätischer (TU Graz) Methoden des Monitorings in ein einheitliches Überwachungssystem für tiefreichende Hangbewegungen. Die Kombination der beiden Methoden soll zur Erfassung des gesamten Spektrums der Bewegung führen, das von einer quasi-kontinuierlichen Verschiebung über Stick-Slip bis hin zu kritischen Bruchvorgängen reicht. Die Zielsetzung umfasst auch die Entwicklung der Auswerte- und Analysemethoden. Den Kern des Langzeitmonitorings tiefreichender Hangbewegungen bildet das Integrierte Monitoringsystem, IMoS. Durch die Kombination von GPS und Seismometer wird die Bodenbewegung im gesamten, für Massenbewegungen relevanten Periodenbereich erfasst. Diese Perioden reichen von seismischen Schwingungen (~1/100 Sekunde) über kurzzeitige Schwankungen (Minuten bis Stunden) bis hin zu langzeitigen Trends (mehrere Jahre). Wesentlicher Punkt ist, dass bei der Datenanalyse GPS und Seismometer nicht als getrennte Messeinheiten bestehen bleiben, sondern zu einem einzigen Ausgangssignal verschmolzen werden. Zusätzlich wird ein Strainmeter das lokale Deformationsfeld um die Station erfassen, sodass einerseits Aussagen über die Repräsentativität der Messstelle gemacht werden können und andererseits auch Aussagen über Spannungsumlagerungen getroffen werden können.
Die Entwicklung von IMoS baut auf den Erfahrungen und Erkenntnissen der Projekte IDNDR-10, IDNDR-12, ISDR-18 und ISDR-19 auf, insbesondere was das geodätische und seismische Monitoring betrifft. Weiters werden die in diesen Projekten erarbeiteten Methoden zur Strukturerkundung, zur kinematischen Rekonstruktion und Modellierung, sowie zur Erfassung der wichtigsten Einflussgrößen in die Gefahrenbewertung integriert. IMoS wird zunächst am Gradenbach, einer gut erforschten Massenbewegung, entwickelt und erprobt. Danach soll durch geeignete Auswahl anderer Untersuchungsobjekte möglichst unterschiedliche Typen und Phasen von tiefreichenden Hangbewegungen beobachtet werden. Die Verbindung von GPS-, Seismometer- und Strainmeterdaten, wie sie die IMoS-Stationen liefern werden, stellt Daten neuer Qualität dar. Die Analyse und Modellierung dieser Daten kann neue Erkenntnisse zur Gefahrenbewertung der jeweils betrachteten Hangbewegungen liefern.
Integrated geophysical studies of Alpine inhomogeneous mass movements - Site Gschliefgraben
Projektleitung:
Prof. Dr. Karl MILLAHN, Department für Angewandte Geowissenschaften und Geophysik der Montanuniversität Leoben
Dauer:
3 Jahre (ab 2004)
Kontakt:
Prof. Dr. Karl Millahn
Department für Angewandte Geowissenschaften und Geophysik
Montanuniversität Leoben
Peter Tunner-Strasse 27, 8700 Leoben
karl.millahn@notes.unileoben.ac.at