Derzeit werden im Rahmen des Global-Change-Programms folgende Projekte durchgeführt:
Climate change impacts on potential distribution and landscape-scale dynamics of Robinia pseudacacia L. in Austria
Projektleitung:
Dr. Stefan DULLINGER, VINCA - Vienna Institute for Nature Conservation and Analyses
Dauer:
3 Jahre (ab 2005)
Kurzfassung
Invasive Pflanzen verursachen weltweit erhebliche ökologische und ökonomische Schäden. In Österreich gilt die aus Nordamerika stammende Robinie als besonders problematisch. Ihr Areal ist momentan auf die wärmeren Lagen in Ostösterreich beschränkt, wo sie sowohl in Wirtschaftsforste als auch in naturschutzfachlich wertvolle Flächen eindringt. Die Beschränkung auf den warmen Osten Österreichs könnte allerdings durch den prognostizierten Klimawandel aufgehoben werden.
Das Projekt hat zwei Ziele. Zum einen wird auf der Grundlage aktueller Klimawandelszenarien das Risiko der Robinien-Einwanderung regionalisiert für ganz Österreich abgeschätzt. Zum anderen wird der kombinierte Effekt von Klimaerwärmung und Stickstoffdeposition auf die Fähigkeit der Robinie neue Habitate zu besiedeln mit Hilfe von Freilandexperimenten untersucht. Die Ergebnisse sollen Grundlagen für regional differenziertes Management der Robinie im Hinblick auf die prognostizierte Klimaerwärmung liefern.
Kontakt:
Dr. Stefan Dullinger
VINCA - Vienna Institute for Nature Conservation
and Analyses
Gießergasse 6/7, 1090 Wien
T +43 1 4029675
F +43 1 4029675 10
stefan.dullinger@vinca.at
Climate change and heavy-precipitation weather patterns in Austria
Projektleitung:
Dr. Petra SEIBERT, Institut für Meteorologie der Universität für Bodenkultur
Dauer:
2 Jahre (ab 2005)
Kurzfassung
Klimaänderung und Starkniederschlags-Wetterlagen in Österreich
Globale Zirkulationsmodelle, die zur Untersuchung von Klimaänderungsszenarien verwendet werden, haben - abhängig von der Art des Laufs - typische räumliche Auflösungen zwischen 2.5 und 1 Grad. Bei solchen Auflösungen werden orographische Effekte, die für das Auftreten, die Stärke und Verteilung von Niederschlag in Österreich relevant sind, nicht gut simuliert. Dies trifft in besonders auf Extremereignisse wie Starkniederschläge zu. Leezyklogenese, eine der wichtigsten Wetterlagen für Niederschlag im Süden und Osten Österreichs, werden tendenziell unterschätzt oder fehlen sogar in Modellen mit grober Auflösung. Die Verlässlichkeit von Szenariovorhersagen für den Alpenraum ist daher schwer zu beurteilen. In einem vorherigen Projekt (Startclim.4) wurde eine Methode entwickelt, um Wetterlagen zu identifizieren, die mit Starkniederschlag in Österreich verbunden sind. Dabei wurde ein Algorithmus zur Clusterung von Rückwärtstrajektorien verwendet, basierend auf Daten der 15-Jahre-Reanalyse des Europäischen Zentrums für mittelfristige Wettervorhersagen (ECMWF, 1979-1993) in Verbindung mit täglichen Klimastationsdaten aus Österreich. Diese Studie konzentrierte sich auf die Entwicklung der Clusterungsmethode, die Identifikation von Regionen mit ähnlichen Mustern von Starkniederschlägen, und die Untersuchung der Niederschlagsmuster für die verschiedenen Wetterlagen, die gefunden wurden. Der nächste, hier vorgeschlagene Schritt ist, diese Methodik auf die Vergangenheit und künftige Klimaszenarien anzuwenden, um zu untersuchen, wie sich die Häufigkeit und Intensität der für Starkniederschläge in Österreich verantwortlichen Wetterlagen in den vergangenen ca. 25 Jahren entwickelt hat, wie gut die Statistik des Auftretens dieser Muster von den GCM Kontrollläufen reproduziert wird und wie das Auftreten dieser Muster sich in künftigen simulierten Klimaszenarien ändern würde.
Kontakt:
Dr. Petra Seibert
Institut für Meteorologie
Universität für Bodenkultur
Peter-Jordan-Str. 82, 1190 Wien
T +43 1 47654-5613
F +43 1 47654-5610
petra.seibert@boku.ac.at
Socio-Economic Impact of Global Change Scenarios on Winter and Summer Tourism in Austria
Projektleitung:
Dr. Franz PRETTENTHALER, Institut für Technologie- und Regionalpolitik der Joanneum Research
Dauer:
3 Jahre (ab 2005)
Kurzfassung
Der sozio-ökonomische Einfluss des Klimawandels auf den Winter- und Sommertourismus in Österreich
Von allen industrialisierten Nationen erwirtschaftet Österreich den höchsten Anteil seines BIP/Kopf im Tourismussektor. Die österreichische Wirtschaft ist stark vom Tourismus abhängig und vulnerabel gegenüber durch Klimawandel bedingten Veränderungen. Darüber hinaus gewinnt der Wintertourismus im Vergleich zum Sommertourismus immer mehr an Bedeutung, sowohl in Hinblick auf Nächtigungen als auch auf das erzielte Einkommen.
Angesichts dieser hohen Vulnerabilität der österreichischen Wirtschaft gegenüber Nachfrageschocks auf Grund von Klima- und Wetterschwankungen hat dieses Forschungsprojekt zum Ziel, eine exakte (quantitative) Bewertung der sozioökonomischen Vulnerabilität auf regionaler Ebene durchzuführen. Zur Bestimmung der zu erwartenden Klimaveränderungen werden realistische regionale Szenarien aus GCM-Modellen abgeleitet. Anschließend wird untersucht, welche Auswirkungen die resultierenden Nachfrageschocks auf den Tourismussektor und andere verbundene Sektoren haben. Die Input-Output-Beziehungen dieser Sektoren mit dem Tourismussektor sollen genau bestimmt und auf regionaler Ebene quantifiziert werden.
Die Forschungsergebnisse sollen Gemeinden und politischen Entscheidungsträgern wertvolle Informationen und geeignete Handlungsoptionen bieten. Die entwickelte Methodik hat zum Ziel, anderen interessierten Gemeinden zu ermöglichen, ähnliche Studien durchzuführen.
Kontakt:
Dr. Franz Prettenthaler
Institut für Technologie- und Regionalpolitik
Joanneum Research
Elisabethstr. 20, 8010 Graz
T +43 316 876-1455
F +43 316 876-9-1455
Franz.Prettenthaler@joanneum.at
Eurasian glacier recession and environmental warming (EGREW), a zonal comparison study
Projektleitung:
Dr. Astrid LAMBRECHT, Institut für Meteorologie und Geophysik, Universität Innsbruck
Dauer:
2 Jahre (ab 2007)
Kurzfassung
Gletscherrückzug und Umweltveränderungen, eine Vergleichstudie entlang der Eurasischen Gebirge
Alpine Gletscher zeigen weltweit eine deutliche Reaktion auf die beobachteten klimatischen Änderungen. In den meisten Regionen sind die Gletscher merklich zurückgegangen, während die mittlere globale Temperatur um etwa 0.6°C gestiegen ist. In den meisten Gebieten des kontinentalen Asiens ist Gletscherschmelzwasser eine wichtige Ressource während der Trockenperioden. Ein Vergleich zwischen gut untersuchten Gletschern in den Alpen und der Gletscherentwicklung in den eurasischen Gebirgen von den Alpen bis ins südliche Sibirien ermöglicht neue Einblicke in den Einfluss klimatischer Bedingungen auf die Vergletscherung. Für die meisten Regionen gibt es historische Daten, die mit modernen Feldmessungen und Fernerkundungsdaten verglichen werden, um die Veränderungen der Gletschersysteme während der letzten 30-40 Jahre zu bestimmen. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Entwicklung von schuttbedeckten Gletscherzungen. Der Vergleich zwischen den Regionen erlaubt Schlussfolgerungen über die regionale Vereisung und deren potentielle zukünftige Entwicklung. Die Bedeutung der Gletschergebiete für die saisonale und langfristige Wasserversorgung wird quantifiziert.
Kontakt:
Dr. Astrid Lambrecht
Institut für Meteorologie und Geophysik
Universität Innsbruck
Innrain 52, 6020 Innsbruck
T +43 512 507-5494
F +43 512 507-2924
astrid.lambrecht@uibk.ac.at
www.uibk.ac.at/meteo
Monte-Carlo simulations for predicting climate change driven range expansion of the allergenic common ragweed (Ambrosia artemisiifolia L.) in Austria
Projektleitung:
Dr. Franz ESSL, Umweltbundesamt; Prof. Dr. Gero VOGL, Fakultät für Physik, Universität Wien
Dauer:
2 Jahre (ab 2007)
Kurzfassung
Monte-Carlo-Simulationen zur Vorhersage der Klima bedingten Ausbreitung des Allergie auslösenden Traubenkraut (Ambrosia artemisiifolia L.) in Österreich
Der starke Einfluss der Temperatur im Habitat-Modell für A.artemisiifolia legt nahe, dass diese Pflanze zu den Invasoren gehört, deren Ausbreitung Klima-bedingt ist, und das ein wesentlich wärmeres Klima voraussichtlich ihre Ausbreitung in noch unkolonisierte und bisher unkolonisierbare Gebiete bewirken und beschleunigen wird. Wir vergleichen 3 verschiedene Ansätze um diese Ausbreitung zu modellieren. Wir schließen, dass analytische Reaktionsdiffusionsmodelle keine vertrauenswürdige Basis für die Vorhersage der weiteren Ausbreitung von A. artemisiifolia in den kommenden Jahren liefern. Vielmehr ist die Berücksichtigung der Details des Habitats unumgänglich zur Erstellung einer verlässlichen Vorhersage.
Kontakt:
Dr. Franz Essl
Umweltbundesamt
Spittelauer Lände 5, 1090 Wien
T +43 1 313 04-3323
F +43 1 313 04-3700
Franz.Essl@umweltbundesamt.at
www.umweltbundesamt.at
Prof. Dr. Gero Vogl
Fakultät für Physik
Universität Wien
Strudlhofgasse 4, 1090 Wien
T +43 1 4277-513 05
F +43 1 4277-9513
gero.vogl@univie.ac.at
www.univie.ac.at/scatteringspectroscopy
Investigating the Linkage of Climate Warming and Mercury (Hg) accumulation in oligotrophic lake food webs in the Canadian Arctic and Austrian Alps
Projektleitung:
Mag. Nikolaus GANTNER, Department of Environmental Biology, University of Guelph; Günter KÖCK, Österreichische Akademie der Wissenschaften; Dr. Derek MUIR, Environment Canada
Dauer:
2 Jahre (ab 2007)
Kurzfassung
Untersuchungen zum Zusammenhang zwischen Klimaerwärmung und der Anreicherung von Quecksilber (Hg) in oligotrophen Nahrungsketten in Seen in der kanadischen Arktis und den österreichischen Alpen
In diesem Forschungsprojekt soll die Auswirkungen einer Klimaerwärmung auf die Quecksilber (Hg)-Belastung von Seesaiblingen aus arktischen Seen Kanadas sowie österreichischer Hochgebirgsseen untersucht werden. Globale Klimamodelle sagen den höchsten Temperaturanstieg für polare Gebiete und Hochgebirgsregionen voraus. Arktische und Hochgebirgsseen stellen aufgrund ihrer Gewässercharakteristik sehr sensible Ökosysteme dar, in denen auch geringfügige Änderungen der Umweltbedingungen zu dramatischen Veränderungen führen können. Untersuchungen an arktischen Seen und Hochgebirgsseen haben gezeigt, dass die Wassertemperatur die "treibenden Kraft" für erhöhte Metallaufnahme und verstärkter Stressbelastung ist. Die Ergebnisse zeigen, dass Metallaufnahme und die Stressbelastung mit steigenden Temperaturen ansteigt. Der Wissenstand über die Prozesse, die den Kreislauf von Hg in Gewässerökosystemen in der Arktis und im Hochgebirge steuern ist jedoch noch relativ gering. Im Zeitraum 2007-08 soll die Veränderung der Hg-Konzentrationen in Seesaiblingen aus Seen in der kanadischen Arktis sowie dem Tiroler Hochgebirge untersucht werden. Arbeitsprogramm: Untersuchung von möglichen Faktoren, die die Hg-Belastung der Fische beeinflussen können (z.B. Wassertemperatur, Nahrung,); Untersuchung des Langzeittrends (15-20 Jahre) der Hg-Belastung von Seesaiblingen aus vier arktischen Seen (als Teil bereits laufender Untersuchungen); Vergleich der Hg-Daten aus arktischen Seen mit jenen von Tiroler Hochgebirgsseen; Vergleich der aktuellen Hg-Belastung in Tiroler Hochgebirgsseen mit Daten aus den 1990er Jahren.
Kontakt:
Mag. Nikolaus Gantner
Department of Environmental Biology
University of Guelph
Guelph, Ontario, N1G2W1
T +1 519 824 4120-58627
F +1 905 336-6430
ngantner@uoguelph.ca
Homepage
Dr. Günter Köck
Österreichische Akademie der Wissenschaften
Dr. Ignaz Seipel-Platz 2, 1010 Wien
T +43 1 51581-1271
F +43 1 51581 1275
guenter.koeck@oeaw.ac.at
oder
Institut für Zoologie
Universität Innsbruck
Technikerstr. 25, 6020 Innsbruck
T +43 512 507-6196
F +43 512 507-2930
guenter.goeck@uibk.ac.at
Homepage
Dr. Derek Muir
Environment Canada
Burlington, ON L7R 4A6, Canada
T +1 905 319-6921
F +1 905 336-6430
derek.muir@ec.gc.ca
Homepage
Franz Josef Land Environmental Research, Monitoring and Assessment Project: A Pilot Study
Projektleitung:
Dr. Wolfgang SCHÖNER, Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik, Klimaabteilung
Dauer:
2 Jahre (ab 2007)
Kontakt:
Dr. Wolfgang Schöner
Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik
Klimaabteilung
Hohe Warte 38, 1190 Wien
T +43 1 36036-2290
F +43 1 36026-72
w.schoener@zamg.ac.at
Climate change response of sensitive habitats and landscapes in Austria (CROSS)
Projektleitung:
Dr. Thomas WRBKA, Institut für Ökologie und Naturschutz, Universität Wien; Dr. Wolfgang LOIBL, Austrian Research Centers GmbH, ARC systems research, Spatial Systems
Dauer:
2 Jahre (ab 2007)
Kurzfassung
Der Einfluss des Klimawandels auf sensible Lebensräume und Landschaften in Österreich (CROSS)
Neueste weltweite Studien sehen im Klimawandel die größte Gefahr für Biodiversität in den kommenden Jahrzehnten. Österreichische Untersuchungen zeigen, dass aufgrund globaler Erwärmung Gefäßpflanzen der nivalen und alpinen Regionen an den Rand des Aussterbens gedrängt werden. Obwohl auch die Niederungen Österreichs mit einem höherem Anteil an halbnatürlichen Lebensräumen in den Kulturlandschaften wesentlich zu Österreichs Biodiversität beitragen, ist überraschenderweise relativ wenig über deren Sensibilität und den möglichen Einfluss von Klimawandel bekannt.
Das vorgestellte Projekt möchte diese Lücke füllen, indem es hoch auflösende Klimamodell-Daten mit Experten-Wissen über die Empfindlichkeit halbnatürlicher und kultivierter Lebensräume in repräsentativen österreichischen Agrikultur-Landschaften kombiniert. Dadurch wird es möglich, den potentiellen Einfluss sich ändernder Temperatur- und Niederschlagsmuster auf die regionale Biodiversität abzuschätzen.
Kontakt:
Dr. Thomas Wrbka
Institut für Ökologie und Naturschutz
Universität Wien
Althanstr. 14, 1090 Wien
T +43 1 4277-54375
F +43 1 4277-9542
thomas.wrbka@univie.ac.at
Dr. Wolfgang LOIBL
Austrian Research Centers GmbH
ARC systems research
Spatial Systems
Donaucitystraße 1 - Techgate Tower, 1220 Wien
T +43 50550-4587
F +43 50550-4599
wolfgang.loibl@arcs.ac.at
Climate change impacts on energy use for space heating and cooling in Austria II (HEAT.at)
Projektleitung:
Mag. Dr. Andreas GOBIET und Mag. Christoph TÖGHOFER, Wegener Center für Klima und Globalen Wandel, Universität Graz
Dauer:
2 Jahre (ab 2007)
Kurzfassung
Auswirkungen des Klimawandels auf Heiz- und Kühlenergiebedarf in Österreich II (HEAT.at)
Das Projekt HEAT.AT untersucht die Auswirkungen des Klimawandels auf den Heiz- und Kühlenergiebedarf in Österreich. Mithilfe von Referenzgebäuden wird der Zusammenhang zwischen Außentemperatur und Heiz- und Kühlenergiebedarf für unterschiedliche Gebäudetypen analysiert. Die Berechnungen basieren auf den österreichischen Vorgaben zur EU-Gebäuderichtlinie (EPBD). Der gebäudespezifische Energieverbrauch wird mit einer im Rahmen des Projekts StartClim2006.F generierten regionalisierten Datenbasis zum derzeitigen Gebäudebestand sowie zu Heiz- und Kühlgradtagen zusammengeführt. Weiters werden in Szenarien die zukünftige Entwicklung des Klimas, des österreichischen Gebäudebestandes unter Berücksichtigung von Bevölkerungstrends, der gesetzliche Rahmenbedingungen, sowie der Gebäudetechnik beschrieben und der Einfluss des Klimawandels auf die Nachfrage nach Heizenergieträgern und dem derzeit vorwiegend eingesetzten Kühlenergieträger Elektrizität untersucht.
Kontakt:
Wegener Center für Klima und Globalen Wandel
Universität Graz
Leechgasse 25, 8010 Graz
www.wegcenter.at
Mag. Dr. Andreas Gobiet
T +43 316 380-8448
F +43 316 380-9830
andreas.gobiet@uni-graz.at
Mag. Christoph Töglhofer
T +43 316 380-8446
F +43 316 380-9830
christoph.toeglhofer@uni-graz.at
Adequacy of mitigation and adaptation options for different regions in Austria
Projektleitung:
DI Franz Sinabell, WIFO
Dauer:
2 Jahre (ab 2007)
Kurzfassung
Optionen von Anpassungs- und Vermeidungsstrategien für Österreich in einem regionalen Kontext
Das Forschungsvorhaben erfasst in einem ersten Schritt Anpassungs- und Vermeidungsstrategien. Grundlage bilden Vorgaben von internationalen Vereinbarungen mit dem Ziel einer nachhaltigen Entwicklung. Ob und wie gut sie in einer konkreten Situation anwendbar sind, wird am Beispiel Österreich untersucht. Die Kriterien dafür sind die Effektivität mit der Umweltziele erreicht werden, ökonomische Effizienz und soziale Kohäsion. Mit einem multi-regionalen Gleichgewichtsmodell wird quantitativ analysiert, welche Auswirkungen der Klimawandel in einer konkreten Region hat und welche Konsequenzen unterschiedliche Anpassungs- und Vermeidungsstrategien haben werden.
Kontakt:
DI Franz Sinabell
WIFO
Arsenal, Objekt 20, 1030 Wien
T +43 1 7982601481
F +43 1 798 93 86
sinabell@wifo.ac.at
Homepage
Building regional capacities for portfolio-development and adaptive experimentation
Projektleitung:
DI Mag. Dr. Harald Rohracher, MSc., und Philipp Späth, M.A., IFZ - Interuniversitäres Forschungszentrum für Technik, Arbeit und Kultur; DI Dr. Matthias K. Weber, M.A., Austrian Research Centers GmbH, ARC systems research, Technology Policy
Dauer:
2 Jahre (ab 2007)
Kurzfassung
Die regionale Entwicklung von Strategien für Klimaschutz und die Anpassung an Klimawandel
Erfolgreicher Klimaschutz und eine wirksame Anpassung an den Klimawandel erfordert Maßnamen auf unterschiedlichen Maßstabs- und Governance-Ebenen, der internationalen, nationalen und auch der regionalen. Auf regionaler Ebene muss den spezifischen naturräumlichen sozio-ökonomischen und institutionellen Herausforderungen und Potentialen entsprochen werden. Dafür stehen inzwischen auch regional hoch aufgelöste Daten und Prognosen zum Klimawandel zur Verfügung. Kleine Regionen mit einem engen Netz von persönlichen Beziehungen bieten aber auch besonders interessante institutionelle Voraussetzungen für integrative Planungsprozesse und die lokale Umsetzung nationaler und internationaler Programme. Dieses Projekt wird in einem ländlichen Bezirk der Obersteiermark (Murau) exemplarischen einen partizipativen Prozess entwickeln, mit dem ein spezifisches Portfolio von Klimaschutz- und Anpassungsmaßnahmen abgestimmt und umgesetzt werden kann. Nachdem die "Energievision Murau" sich in vorangegangener Forschung als ein sehr einflussreiches Leitbild herausgestellt hat, ist zu erwarten, dass die Netzwerke, welche zu dieser Wirksamkeit geführt haben, auch gute Anknüpfungspunkte und 'best practice' für die regionale Entwicklung von Klimaschutz- und Anpassungsstrategien bieten.
Kontakt:
IFZ - Interuniversitäres Forschungszentrum für Technik, Arbeit und Kultur
Schlögelgasse 2, 8010 Graz
DI Mag. Dr. MSc. Harald Rohracher
T +43 316 813909-24
F +43 316 810274
rohracher@ifz.tugraz.at
Philipp Späth, M.A.
T +43 316 813909-22
F +43 316 810274
spaeth@ifz.tugraz.at
DI Dr. Matthias K. Weber, M.A.
Austrian Research Centers GmbH
ARC systems research
Technology Policy
Donau-City-Strasse 1, 1220 Wien
T +43 50550-4561
F +43 50550-4599
matthias.weber@arcs.ac.at
Abgeschlossene Projekte