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Kulturwissenschaftliche Iranforschung
Architektur und Herrscherideologie timuridischer Zeit in ZentralasienClaus-Peter Haase
In einer einmaligen Anstrengung versuchte der geniale Stratege Timur (1336-1405), die zerfallene Macht des Mongolenreichs wiederzuerrichten und den Nimbus der Dschingisiden-Dynastie auf seine eigene Familie zu übertragen. Überraschend ist, dass dies in wechselnden Regionen von Zentralasien bis Moghulindien für mehrere Jahrhunderte gelang. In der Gegenwart lebt seine Person als Gründungsheros im Rahmen der Wiedergründung Usbekistans auf. Sichtbaren, fast symbolischen Ausdruck fanden seine Ideen in der offiziellen Reichsarchitektur - den riesigen Moscheebauten in Samarkand und Schahrisabz, den Mausoleen von Schah-i Zinda und Turkestan.
Claus-Peter Haase ist seit 2001 Direktor des Museums für Islamische Kunst, Staatliche Museen zu Berlin. Seit 1987 leitet er die Ausgrabungen im syrischen Madinat al-Far, ein Projekt der "Fondation Max van Berchem" in Genf und der Syrischen Antikenverwaltung in Damaskus. 1998-2001 war er Professor für Islamische Kunst und Archäologie an der Universität Kopenhagen. Seit 2004 ist er Honorarprofessor für Islamische Kunst und Archäologie an der Freien Universität Berlin.
Vortrag im Rahmen der Vortragsreihe "Aus der Welt der Islamischen Kunstgeschichte". Veranstalter: Das Institut für Iranistik der ÖAW und die Österreichische Orient-Gesellschaft Hammer-Purgstall.
Eintritt: € 4,00 (ermäßigt: € 2,00)
Weitere Informationen zur Vortragsreihe
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