Aus dem Zusammenschluss mehrerer Kommissionen der ÖAW hervorgegangen und ursprünglich vornehmlich auf Ephesische und Carnuntiner Forschungsthemata konzentriert, widmet sich das Institut für Kulturgeschichte der Antike (IKAnt) heute vornehmlich übergreifenden kulturgeschichtlichen Fragestellungen mit überregionaler Reichweite. Die derzeit laufenden Forschungsschwerpunkte schlagen hierbei einen zeitlichen Bogen von der Archaik bis in die byzantinische Zeit und sind geographisch im östlichen wie auch im zentralen Mittelmeerraum sowie in den römischen Donauprovinzen angesiedelt:
- Sepulkraler Kontext und kollektive Wertvorstellungen (Jenseitsvorstellungen, Toten- und Grabkult, Pilgerwesen)
- Urbanistik und siedlungsgeschichtliche Transformationsprozesse
- Wohnen und Residieren in Antike und im Frühmittelalter
Deklariertes Ziel ist neben der Publikation der gewonnenen Ergebnisse in den zur Verfügung stehenden Reihen (Archäologische Forschungen, Forschungen in Ephesos, Der römische Limes in Österreich, Mitteilungen zur Christlichen Archäologie etc.) auch die Förderung und Ausbildung junger WissenschafterInnen durch ihre konsequente Einbindung in die laufenden Forschungen.
Im Rahmen ausgewählter Projekte werden vom IKAnt zudem fachspezifische Methoden im Bereich der archäologischen Feldforschung sowie der Befund- und Fundanalyse unter der Prämisse, besondere neue Technologien für innovative Methodik zu erschließen, weiterentwickelt, international zur Diskussion gestellt und durch intra- sowie interdisziplinäre Kooperationen fachübergreifend vernetzt.
Zum Aufgabengebiet des IKAnt gehört aber auch die Betreuung von Langzeitprojekten, wie etwa des unter der Patronanz der Union Académique Internationale stehenden ‚Corpus Vasorum Antiquorum – Österreich’, bei dem das Institut als nationaler Koordinator ein Netzwerk von Forschern in Österreich moderiert und international verknüpft.